Vier Kinder – und eine ganze Welt an Unterschiedlichkeit
Das Besondere: In meiner kleinen Gruppe von insgesamt vier Kindern trafen gleich mehrere Welten aufeinander – Kinder mit hohem Inklusionsbedarf und Kinder, die gerade erst fünf Jahre alt geworden sind. Und auch in der Dynamik war wirklich alles dabei: von ganz still und vorsichtig bis hin zu Ich bin hier – und nun nimm’ mich auch dran!
Ich bin mit dem Gedanken hingefahren: Das wird heute entspannt – es sind ja „nur“ vier Kinder.
Und ich ging am Ende erschöpft wieder heraus – nicht, weil es schwierig war im Sinne von „nicht gelungen“, sondern weil mich die Heterogenität dieser Gruppe massiv gefordert hat. Unterschiedliche Tempi, unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Formen der Aufmerksamkeit und Beteiligung – alles gleichzeitig. Und genau darin lag auch die Stärke dieses Vormittags: Es wurde sichtbar, was es braucht, damit wirklich alle Kinder dabei sein können.
Trotz der anspruchsvollen Konstellation ist das Event gelungen – auch dank der tollen, wohlwollenden Unterstützung des Kita-Teams, das aufmerksam begleitet, mitgetragen und in den passenden Momenten stabilisiert hat. So konnte jedes Kind auf seine Weise teilnehmen: manche über Worte, manche über kleine Zeichen, manche über Bewegung, manche in kurzen, starken Momenten.
Was bleibt, ist ein Vormittag, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird – weil er so ehrlich gezeigt hat, wie komplex echte Teilhabe sein kann. Und weil er gleichzeitig gezeigt hat: Es geht.
Meine Quintessenz aus diesem Event:
Inklusion gelingt nur gemeinsam – wenn das Setting stimmt. Nicht als Einzelkampf, sondern als Teamleistung: mit Klarheit, Flexibilität, gegenseitigem Rückenstärken und einem Rahmen, der Unterschiedlichkeit nicht glätten will, sondern trägt.
Danke!
Ein herzliches Dankeschön an das Team der Kita Bille Bande für die unterstützende Begleitung und die Haltung, mit der hier täglich Teilhabe möglich gemacht wird. Dieser Vormittag war fordernd – und genau deshalb so wertvoll.